Pressetext Peter
B. Steiner: Eremiten Stephan Huber: Bitter Sweet Symphony
Über
die Ausstellung
Ein
Mann, der nachts einen
unverständlichen Satz von seinem Balkon in die
menschenleere Stadt schreit / ein Umzugskarton, in dessen
Inneren ein einsames und aufgegebenes Leben abläuft /
nicht kommunizierende Inseln, deren Bewohner
selbstbezogenen Beschäftigungen nachgehen / ein Mensch,
der in einem seltsamen Schutzraum lebt und kryptische Pläne
der idealen Welt entwickelt / ein Lastwagen, auf dessen
Ladefläche ein beheizter Ofen der danebenstehenden
Chaiselongue Wärme gibt / Grundrisse unmöblierter Wohnungen
voller Phantasmagorien / eine Bühne, auf der eine Person
mit ihrem Spiegelbild spielt / ein Aufzug aus dem öffentlichen
Raum in den privaten Raum, gelegen in verwaisten Fußgängerzonen
/ eine Frau, die sich durch einen Nachmittag zappt / eine
Eremitenhotline…
Gemeinsam
ist diesen beispielhaften Bildern der Versuch, sich künstlerisch
dem Begriff / dem
Bild des Eremiten im 21. Jahrhundert zu nähern. War früher
der körperliche Rückzug in die Wildnis oder in Höhlen
symbolisches Zeichen für das Verlassen der Gesellschaft,
gekoppelt an ein spirituelles Ziel, findet heute ein Rückzug
auf sich selbst – unter aller Augen – in den Städten statt. „Me, myself and I“ ist nicht nur das
autistische Programm von Nachmittagstalkshows, sondern
wird zur Bauchrednerei anstelle von Kommunikation. Die
Tyrannei der Intimität ist gekoppelt an den Verlust der
Öffentlichkeit, wie Richard Sennetts Buchtitel
programmatisch formuliert.
I-pods
allover, Monitore in
Flugzeugen, ICEs oder U-Bahnen, Laptops in Cafes,
Internetsurfen als Freizeitgestaltung, ans Ohr gestöpselte
Mobiltelephone sind Zeichen der Drohung „Sprich nicht
mit mir / Ich bin mit mir selbst beschäftigt“. Das
Abtauchen in Parallelwelten löst mitteilenswerte
Erfahrung, eine Grundvoraussetzung von Gesprächen, ab.
Kommunikation ist zum Einwegmodell geworden: der „eremitöse“
Status Quo einer perfekt vernetzten
Informationsgesellschaft.
Die
Ausstellung wird den Begriff
des Eremiten aber nicht soziologisch entschlüsseln, pädagogisch
aufbereiten oder moralisch-didaktisch werten, sondern mit
den Mitteln der Kunst, die alles erlauben,
bildhaft-metaphorisch umsetzen.
Alle
Studierenden der Klasse sind
an dieser Ausstellung beteiligt. Das Zentrum der
Ausstellung bilden der Lichthof und der
Wechselausstellungsraum, einige Kunstwerke sind in den
Sammlungsräumen (Foyer, Kapelle, Münchner Saal im
Obergeschoss) positioniert.

Peter B. Steiner
Eremiten
Eremiten – wörtlich: „Leute in der Wüste“ – gibt
es überall auf der Welt. Menschen, die sich um Gottes
Willen, um Gott zu erfahren, in die Einsamkeit zurückziehen,
kennen der Hinduismus, der Buddhismus, das Judentum, das
Christentum und der Islam. Auch in Naturreligionen ist der
zeitweilige einsame Rückzug in die Wildnis oder die Wüste
bekannt. Vom Propheten Elias, der im 9. Jahrhundert v.
Chr. lebte, erzählt das erste Buch der Könige, dass er
sich in die Wüste zurückzog, dasselbe berichtet das
Matthäusevangelium von Johannes dem Täufer und von
Jesus. Wie Elias oder Buddha wurden sie Wanderprediger
ohne festen Wohnsitz, die nicht wussten, „wohin sie ihr
Haupt legen sollten“ (Mt. 8,20).
In der Erzählung von der Versuchung Jesu in der Wüste im
Matthäusevangelium (Mt. 4,1-11) werden zwei Elemente einer
eremitischen Lebensform genannt: das Fasten, die Askese
als leiblich-seelische Übung und die Bewährung in der Überwindung
der Versuchung. Aber weder Jesus noch Elias und Buddha
waren Einsiedler; sie siedelten nicht, sondern wohnten nur
kurze Zeit im Eremos, in abgeschiedener Einsamkeit.
Die ersten christlichen Eremiten wurden Anachoreten
genannt, wörtlich die „Steuer- und
Wehrpflichtverweigerer“. Sie zogen sich aus Alexandria
und anderen städtischen Zentren im 3. Jahrhundert in die
ägyptische Wüste zurück. Als es viele wurden, gaben sie
sich Regeln und wurden Koinobiten, die „gemeinsam Lebenden“
genannt. Aus ihrer Lebensform entstanden Mönchtum und
Klosterwesen, wobei der Name Mönch –
von griechisch „monachos“: der
Einzelne –
immer noch an die Ursprünge im
Eremitentum erinnert. Die Kultur der Klöster hat von der
Spätantike bis ins 19. Jahrhundert wesentlich die europäische
Kultur geprägt. Da es nördlich des Mittelmeers keine Wüsten
gibt, zogen die Eremiten sich in Wälder, auf Berge und
Inseln zurück. Viele ihrer Wohnstätten wurden zu
Keimzellen großer Klöster, wie Einsiedeln in der Schweiz
oder die Inseln Iona (Hy) in Schottland und Lerins,
Montechristo, Gorgona im westlichen Mittelmeer. Auch am
Anfang der meisten christlichen Orden, der Benediktiner,
Franziskaner, Jesuiten, steht eine Phase eremitischer
Existenz der Ordensgründer, in der Benedikt, Franziskus
und Ignatius ihre Berufung erlebten.
Der erste geschichtlich fassbare christliche Eremit war
Antonius Eremita. Er lebte von 251 bis 356, meistens am Berg
Kolzim in der Wüste nahe dem Roten Meer. Sein Leben
wurde vom Kirchenlehrer Athanasius (328-373 Erzbischof von
Alexandria) beschrieben, dem meistgelesenen Buch der
christlichen Antike. Zahlreiche Aussprüche und
Lehrformeln des Heiligen sind in den Apophthegmata Patrum,
den Aussprüchen der Väter, überliefert. Antonius
Eremita ist dank dieser Überlieferungen die erste
Gestalt, deren innere, geistig-seelische Biographie wir
verfolgen können. Die bilderreiche Erzählung seiner
Versuchungen hat viele Künstler von Grünewald und
Hieronymus Bosch bis zu Gustave Flaubert und Max Beckmann
auf- und angeregt.
Maria Magdalena war nach der Legenda aurea „ganz den
leiblichen Wollüsten ergeben. Als aber Christus durch das
Land predigte, ging sie ihm nach, wusch seine Füße mit
ihren Tränen, trocknete sie mit ihrem Haar
und salbte sie mit köstlicher Salbe und der Herr vergab
ihr ihre Sünden (...). Nach seiner Kreuzigung erschien ihr
Christus als erster und machte sie zur Apostolin der
Apostel (...). Nach der Himmelfahrt Christi wurde sie mit ihrem
Bruder Lazarus und ihrer Schwester Martha in einem
steuerlosen Schiff auf dem Meer ausgesetzt. Aber durch
Gottes Fügung kamen sie nach Marseille. Magdalena aber
begehrte nach himmlischer Beschauung und ging in die
rauheste Wüste. Da wohnte sie unerkannt 30 Jahre. An
jedem Tag aber wurde sie zu den sieben Gebetsstunden von
Engeln in die Lüfte geführt und hörte mit leiblichen
Ohren den Gesang der himmlischen Heerscharen. Ihr
Angesicht aber strahlte vom Schauen des Himmels mehr als
die Sonne“. Da ihre Kleider zerfallen waren, war ihr
Leib mit Haaren bedeckt. Der Münchner Maler Jan Polack
hat um 1500 diese Erhebung in den Himmel zum Thema eines
Altarbilds gemacht. Tilman Riemenschneider hat die gleiche
Gestalt und ihre Geschichte für einen Altarschrein in Münnerstadt
geschnitzt. Kurfürst Max Emmanuel hat der heiligen Sünderin
im Schlossgarten zu Nymphenburg 1724 eine Kapelle mit
einer ruinösen Einsiedelei bauen lassen, in die er sich
selbst zeitweise zurückzog.
Auch der heilige Onuphrius, dessen Reliquien Herzog
Heinrich der Löwe bald nach der Gründung Münchens in
die Stadt gebracht hatte, wird wie Magdalena nackt mit
einem Haarkleid dargestellt. Nach der Legende war er ein
ägyptischer Königssohn, der sich als Eremit in die Wüste
zurückzog.
Die Legende von Buddha erzählt, dass der Prinz Gautama
nach der Begegnung mit einem Kranken, einem Alten und
einem Toten seine Familie und den Hof verließ, um als
Eremit zu leben und Erkenntnis zu gewinnen. Als ihm diese
in der Versenkung unter einem Feigenbaum zuteil wurde,
erhielt er den Namen Buddha, der Erleuchtete, und zog von
da an lehrend durch Indien. Im 6. Jahrhundert wurde die
Buddhalegende in Afghanistan ins christliche übertragen:
Gautama erhielt den Namen Josaphat, der, durch den Eremiten
Barlaam zum christlichen Glauben geführt, selbst zum
Eremiten wird. Die Geschichte von Josaphat und Barlaam
wurde im 7. Jahrhundert ins Griechische, dann ins
Lateinische, um 1200 ins Deutsche und in andere Sprachen übertragen.
Sie ist die am weitesten und am längsten verbreitete von
schier unzähligen Einsiedlergeschichten der
Weltliteratur, die vom Ramayana, Indien 4. Jahrhundert vor
Christus, bis zu Hermann Hesses Glasperlenspiel,
Deutschland 20. Jahrhundert, erzählt und gedichtet
wurden.
Der Eremit lebt allein in einer Hütte oder Höhle, oft
zusammen mit wilden Tieren, wie Genoveva, Hieronymus, Ägidius,
und gewährt Verirrten Schutz, Nahrung, Trost und Rat.
Dadurch wendet er das Leben des Helden (Parzival,
Lanzelot, Amadis) und gibt ihm eine neue Richtung. Der
Eremit ist in der Regel eine Begegnungsfigur; zur
zentralen Gestalt wurde er einerseits in den spätantiken
Einsiedlerlegenden, den Vitae patrum, die noch Martin
Luther 1524 las und lobte, andererseits in der Literatur
der Romantik bei Hölderlin, Tieck, Eichendorff.
Das radikalste Bild einsamer Verlassenheit angesichts der
Natur schuf in dieser Epoche Caspar David Friedrich mit
seinem „Mönch am Meer“. Der Kirchenlehrer Hieronymus,
der von 375 bis 378 in der Wüste lebte, wurde von Albrecht Dürer
in seinem berühmten Kupferstich „Hieronymus im Gehäus“
zum Idealbild des einsamen Intellektuellen stilisiert. Das
Hieronymitenkloster Escorial, erbaut 1563-1584 in den
Bergen nördlich von Madrid, wurde zum Vorbild gewaltiger
Klosteranlagen in der katholischen Welt, wie Weingarten,
St. Gallen oder Melk. Die größte kulturgeschichtliche
Wirkung aber hat der Augustinereremit Martin Luther
durch seine Kritik an der römisch-katholischen Kirche und
am Klosterwesen erlangt.
In Bayern lebten Eremiten bis ins 19. Jahrhundert am Rande
von Dörfern und wirkten als Lehrer. Auch heute gibt es
christliche Eremiten, die in einer kirchenrechtlich
anerkannten Eremitenverbrüderung zusammengeschlossen
sind. Inwieweit bei den zahlreichen Aussteigern seit den
60er-Jahren des 20. Jahrhunderts religiöse Motive maßgebend
waren und sie deshalb zu den Eremiten zu zählen sind,
kann nur individuell beantwortet werden.
Als Gegenentwurf zum sozialen, familiären und politischen
Leben begleiten Eremiten die menschliche Gesellschaft seit
mindestens drei Jahrtausenden und haben sie immer wieder
angeregt. Denn die Einsamkeit ist eine anthropologische
Grundbefindlichkeit und drängt immer wieder zu Formen des
einsamen Lebens. In der Industriegesellschaft wird
Einsamkeit überwiegend negativ bewertet und mit Angst
verbunden. Nach christlicher Tradition birgt sie die
Chance, sich selbst zu finden und Gott zu erfahren.
Eines der größten Schlösser der Welt mit einer der größten
Kunstsammlungen heißt heute „Eremitage“, nach einem
kleinen Gebäude, das 1767 neben dem kaiserlichen Palast
von Sankt Petersburg erbaut wurde und für intime
Einladungen der Zarin außerhalb des Protokolls bestimmt
war. Der zeitweilige Rückzug aus der höfischen
Gesellschaft war für Katherina die Große kein Weg religiöser
Einkehr, sondern modisches Amusement. Damit ist ein Pol
dessen, was Eremos bedeuten kann, bezeichnet, der Gegenpol
ist die Flucht des
Elias in
die Wüste und seine Begegnung mit Gott.

Stephan Huber
Bitter Sweet Symphony
„In der Wüste leben“, ist eine der etymologischen
Definitionen von Eremiten. In der parabelschnellen Zunahme
der Weltbevölkerung, der damit einhergehenden
Metropolisierung von Landstrichen und der globalisierten
Erreichbarkeit jedes Ortes ist das körperliche Verlassen
des Gemeinwesens, früher Symbol eines meist an religiöse
Motive gebundenen andersgearteten Lebens, symbolleer und
bedeutungslos. Eremiten leben heute unter uns: Das
geistige Verlassen des sozialen Ganzen wird nicht mehr
symbolisch verortet, sondern das Ich ist zum heterotopen
Ort geworden. Einzelgänger, bindungslos, milieulos und
kinderlos, sind ausschließlich der eigenen Reprodukion
verpflichtet.
Die Wüste wandert nicht nur in China in die Städte. Der
Ausstieg, früher motivisch begründet – sei es religiös
oder politisch –, hängt heute eher reaktiv mit dem
Verlust des Gemeinwesens zusammen. Meine Generation, also
die der 50jährigen, neigt dazu, dies
soziologisch-moralisch zu sehen. Geprägt durch die
„Minima Moralia“ von Adorno, oder später durch
Sennetts „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die
Tyrannei der Intimität“, wurde von uns das Defiziente
beklagt, der schleichende Verlust gesellschaftlicher
Utopien, die Zunahme der Vereinzelung. Hedonismus,
Ichbezogenheit und damit Perspektivlosigkeit lösten
theoretische Modelle zugunsten des praktischen, banalen,
monetären Hier und Jetzt ab.
Die Gesellschaft besteht aus
einer Masse nicht mehr kommunizierender Inseln: Sprache
verkommt zu einem Pamphlet in Ichform. „Ich bin in
meiner Gussform und komm nicht raus und komm nicht raus
und komm nicht raus“, singen The Verve in der
90er-Jahr-Hymne „Bitter Sweet Symphony“. In dem
dazugehörigen Videoclip läuft Richard Ashcroft
konzeptuell, ohne einmal auszuweichen, eine gerade Linie
auf einem vielbegangenen Trottoir. Ein beziehungsloser
Geistergeher im öffentlichen Raum, beschäftigt mit dem
„Me, myself and I“, das kalt gegenüber den Anderen
praktiziert wird.
Metaphorisch gesehen zeigen sich die inselhaften Egosysteme
an den vielen von ihren I-pods aufgesogenen Jugendlichen
in der U-Bahn. Monadische Selbsterreger im öffentlichen
Raum. Der I-pod als einsame Eremitenhöhle, jedoch
wesentlich komfortabler. Das Organ des Empfangens wird
ausgeschaltet. War der Ghettoblaster noch die laute
Mitteilung der Andersgeartetheit eines Milieus, also
aggressives, aber auch kommunikatives Fragment, so zeigt
sich im I-pod nur das „noli me tangere“, das
abweisende „Ich bin mir selbst genug“. Manche ICE-Wagons sind zu transitorischen Taubstummenanstalten
geworden, mit medial-technisch bewaffneten Reisenden, die
jedoch die Fähigkeit, miteinander zu sprechen, verloren
haben.
Der nicht mehr an das Religiös-Spirituelle gebundene
Begriff des Eremiten ist die Beschreibung einer
gesellschaftlichen Auflösung: Ein nicht kommunizierender
Mensch muss keine Kompromisse eingehen, keine sozialen
Verhandlungen führen, keine gemeinnützige Verantwortung
übernehmen und damit keine Nähe aufbauen. Autistische
Michael-Kohlhaas-Modelle der Selbstgerechtigkeit. Der öffentliche
Raum ist zwar noch vorhanden, wird geputzt und gehegt,
aber als leere Bühne, auf der höchstens Monologe vorgeführt
werden, die – publikumslos – ins Leere wirken.
Es war bisher ein Recht der Kunst, als egozentrisches
Korrektiv in funktionierenden gemeinschaftlichen
Gesellschaften den Eigensinn zu formulieren. Doch war die
Abkehr immer gebunden an die Präsenz einer kulturellen
Produktion, deren Ergebnis wieder zurückfloss in den
gesellschaftlichen Konsens. Die Bilder Gauguins,
entstanden in einer Enklave der schönen traurigen Tropen,
formulierten Wunschbilder nach dem Fremden, Wilden und
Einfachen. Zurück flossen sie jedoch wieder in die Salons
von Paris – jenseits ihrer formalen Sprengkraft – als
hochmoralischer Transfer der Darstellung einer besseren,
naturnaheren und spirituelleren Welt.
Künstlerisches Eremitentum war an die Arbeitsmethode der
produktiven Distanz und nicht an den Abschied aus der Welt
gebunden. Henry David Thoreau und Walt Whitman entwarfen
ihre Gesellschaftsmodelle aus der Besinnung in ihren
Enklaven. Selbst Thomas Pynchon, der geheimnisumwobene
literarische Eremit, formuliert negative, weltverschwörungsdüstere
gesellschaftliche Bilder, aber eben: gesellschaftliche
Bilder. Jeder Form der kulturellen Produktion liegt der
Wunsch inne nach Verständnis und Verständigung.
So ist auch unsere Ausstellung – als ironische
Darstellung, ernstes Spiel, böse Beschreibung oder
vielschichtige Wertung – der spannende Versuch,
Kommunikation über die Sprachlosigkeit herzustellen. So
wird unsere Akademieklasse zur Metapher einer
funktionierenden Zelle, zum Wärmeblock im heruntergekühlten
großen Ganzen. Über persönliche Erfahrungen,
Auseinandersetzungen und Gespräche, also kommunikative Nähe,
entstand eine Ausstellung zu einem Thema, das Distanz und
Einsamkeit in sich trägt. In unserer Herangehensweise
haben wir die Vereinzelung, das Eremitenhafte aufgehoben
und die behandelte Haltung zum Thema einer Gruppe gemacht.
Viele einzelne Positionen schließen sich – das ist
zumindest unser Wunsch – zu einem Gesamtbild. Ein
idealistisches Modell. Ein Versuch, aus unseren Gussformen
herauszukommen, herauszukommen, herauszukommen…
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